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Devin Miles - Künstler

Der Großmeister der zeitgenössischen deutschen Pop Art entfacht ein Spiel um die Ikonen unserer Zeit; und macht die Personen hinter dem Mythos greifbar.

Devin Miles gehört zu den bekanntesten Vertretern der Contemporary German Pop Art. In seinen Werken spürt der Hamburger der Strahlkraft von Filmstars wie James Dean, Marilyn Monroe, Steve McQueen und Brigitte Bardot nach und verweist damit auf ihre ungebrochene Relevanz im ästhetischen Kanon. Es sind diese Personen, die die Phänomene und Narrative der Popkultur bis heute bestimmen – und die Kunst des 20. Jahrhunderts demokratisiert haben. Nicht zuletzt dank Andy Warhol, der mit ihrer Ikonisierung und der Vervielfältigung von Druckwerken mit ihrem Konterfei einen Paradigmenwechsel in der Kunst anstieß.

Doch Devin Miles geht es nicht um die reine, eindimensionale Heldendarstellung, der mitunter Züge eines Götzenbildes und einer damit einhergehenden blinden Verehrung anhaftet. Vielmehr möchte der Künstler diesen Personen, die unter dem oktroyierten Ikonendasein zu ersticken drohen, ihre Persönlichkeit, ihre Individualität wiedergeben. Dafür setzt der Hamburger seine Protagonist*innen unter Zitation von Logos, Typografien und archetypischen, referentiellen Requisiten in überraschende Kontexte, die sich zu komplexen Geschichten verdichten. Und so ein Spiel um Rezeption, Erinnerung, Assoziation und Fantasie entfachen. Auf diese Weise gelingt es Miles, dem Betrachter die Figuren auf emotionaler Ebene nahezubringen, ihre Brüche zu zeigen und damit die Person hinter dem Mythos greifbar zu machen. Womit er seinen Figuren eine konstante Validität zuspricht. Gleiches gilt für epochale politische Ereignisse, Symbole und gegenständliche „Ikonen“ wie Autoklassiker, die Miles aufgreift und künstlerisch ins kollektive Gedächtnis überführt.

Die Komplexität von Devin Miles‘ Tableaus ist neben dem reichen Bildinhalt auch ihrer expansiven Materialität und dem Zusammenwirken verschiedener Techniken geschuldet. Miles bedient sich Handsiebdrucken, Fotografien, malerischen Elementen und Airbrush-Komponenten und collagiert diese, um aus dem so geschaffenen Multi-Layer-Effekt Tiefe und eine gefühlte Dreidimensionalität zu generieren. Die Trägermaterialien um gebürstete Aluminiumplatten, Holzchassis und Leinwände verstärken den illusorischen Charakter von Miles‘ Bildwelten, indem sie den kompositorischen Gestus erst möglich machen und als tragende Säule für das Spiel mit Texturen, Bildebenen und Techniken fungieren. Neuere Arbeiten weisen auch prägnante Blattgold- und Silberbeschichtungen auf, die den stark haptischen Effekt seiner Werke nochmals verstärken.

Devin Miles, der sich nach dem von ihm bewunderten Miles Davis benannte, lebt und arbeitet in der Nähe von Hamburg. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter z.B. die Sammlung Würth. 2010 widmete ihm das Vonderau Museum Fulda eine große Ausstellung, 2018 das MAC Art & Cars in Singen. Er wird von renommierten Galerien im In- und Ausland vertreten und ist regelmäßig auf Kunstmessen wie der Art Karlsruhe präsent.

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